30.05.2014

Stolz auf Milch aus der Region - Artikel aus der Allgäuer Zeitung

Betriebsbesichtigung: Martin Neumayer, Amtschef des Landwirtschaftsministeriums, lobt
regionale Ausrichtung der Käserei Stich.


Eine große Schar von Vertretern der Land- und Milchwirtschaft und des Bauernverbandes auf der einen und der Politik, vor allem des Kreisrates, auf der anderen Seite hat sich in der Feinkäserei Stich in Ruderatshofen eingefunden. Anlass war ein Besuch vonMartin Neumayer, Amtschef des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Begleitet unter anderem von der Landtagsabgeordneten Angelika Schorer und der neuen Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker, ließ sich Neumayer die Käserei zeigen. Im Anschluss fand ein Fachgespräch zum Thema Milchwirtschaft statt.
Wie Schorer erzählte, wollte Neumayer bei seinem Besuch in der Region einen milchwirtschaftlichen
Betrieb kennenlernen. Also hüllte sich die etwa 40-köpfige Besucherschar in Plastikanzüge und streifte
Haarnetze über, um sich von Inhaber Laurent Stich die Käserei zeigen zu lassen. Dabei stellte Neumayer immer wieder Zwischenfragen. Stich antwortete bereitwillig und erläuterte etwa, dass die in der Käserei verwendete Milch aus einem Umkreis von maximal 15 Kilometern bezogen werde, oder dass die Temperatur im Lagerkeller zwischen drei und 25 Grad Celsius schwanke, je nach Käsesorte. Stich ging auch auf die unterschiedliche Lagerdauer von Käse ein. Die Käserei Stich vertreibe ihre Produkte hauptsächlich im süddeutschen Raum, aber auch in Mittel- und Norddeutschland oder auch in Kanada und den USA.
„Ehre des Allgäus hochgehalten“
Stich erläuterte auch die Funktionsweise der Anfang 2012 in Betrieb genommenen Milchabfüllanlage.
Dafür erhielt er im an die Führung anschließenden Fachgespräch Lob von Neumayer. „Danke, dass sie
vor zwei Jahren die Ehre des Allgäus hochgehalten haben“, sagte der Amtschef. „Es kann nicht sein, dass in einer Region wie dem Allgäu keine Milch mehr produziert wird.“
Stich hatte mit der Milchabfüllung begonnen, nachdem der Molkerei-Riese Arla die Produktion von Allgäuland-Milch eingestellt hatte. Neumayer brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich das unternehmerische Risiko für Stich auszahle und die regionale Milch gekauft werde.
Beim Fachgespräch ging es auch darum, wie der Milchpreis sich entwickeln wird, wenn die Milchquote
2015 fällt. Neumayer sagte dazu allerdings, er könne keine Prognose abgeben, wie es danach läuft. Er
glaube aber, der Milchpreis werde stabil bleiben. (spa)



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